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Eine Wahl der Superlative: Russen bestimmen über Verteilung der Mandate in der Duma

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Eine Wahl der Superlative: Russen bestimmen über Verteilung der Mandate in der Duma

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Rund 107 Millionen Menschen in Russland waren am Sonntag aufgerufen, über die Vergabe der 450 Parlamentssitze in der Duma zu entscheiden. Für insgesamt elf Parteien gingen mehr als 4500 Kandidaten ins Rennen. Um den reibungslosen Ablauf des Urnengangs sicherzustellen, waren mehr als 250 Wahlbeobachter aus dem Ausland im Einsatz. So entsandte die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten ebenso mehrere Beobachter wie die Parlamentarischen Versammlungen des Europarats und der OSZE. Das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte der OSZE allerdings sagte seine Beobachtermission ab und warf dem Kreml vor, die Zusammenarbeit zu sabotieren.

Auch das Sicherheitsaufgebot war so groß wie kaum je zuvor: Landesweit waren rund 450.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz. Wirkliche Spannung versprach die Wahl allerdings nicht. Es galt schon im Vorfeld als sicher, dass Putins Kremlpartei ihre Zweidrittelmehrheit verteidigen können würde.

Die Wahlbeteiligung fiel hoch aus – bis zum Nachmittag gaben 42,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Das lag aber möglicherweise nicht allein am demokratischen Interesse der Bürger: In manchen Wahllokalen wurde kostenlos der Blutdruck gemessen, vielerorts verteilten Mitarbeiter auch gratis Brötchen und andere Lebensmittel.