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Spanien trauert um von der ETA erschossenen Polizisten

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Spanien trauert um von der ETA erschossenen Polizisten

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Nach dem Mord an einem spanischen Polizisten in Südwestfrankreich waren die drei Verdächtigen auch am Sonntag auf der Flucht. Am Samstag hatten mutmaßliche Terroristen des baskischen Untergrundorganisation ETA auf zwei Angehörige einer Anti-Terror-Einheit geschossen, als diese in der Ortschaft Capbreton ins Auto steigen wollten. Einer der Männer starb, der zweite liegt im Koma. Die Terroristen konnten nach den Schüssen entkommen.

Spaniens Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero reagierte betroffen. “40 dunkle Jahre des Terrorismus haben nicht ausgereicht, um der ETA die Stärke der spanischen Gesellschaft zu zeigen”, sagte Zapatero in einer Fernsehansprache. “Hunderte Tote haben ihnen nicht klargemacht, dass sie mit Gewalt nichts erreichen werden. Heute müssen die Terroristen mehr als je zuvor erkennen, dass wir alle gegen sie vereint sind.” Zapatero und Oppositionsführer Mariano Rajoy appellierten an die Spanier, am Dienstag an einer Großkundgebung in Madrid teilzunehmen. “Ich möchte alle Sicherheitskräfte meiner Unterstützung versichern”, sagte Rajoy, “und auch die Regierung, um der Terrororganisation ETA ein Ende zu machen.”

Die Suche nach den Verdächtigen verlief vorerst ergebnislos. Am Sonntag morgen wurde die gezielte Fahndung nach zwei Männern und einer Frau für beendet erklärt. Allerdings bleiben verstärkte Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen in Südwestfrankreich aufrecht.