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Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen haben in Russland die Parlamentswahlen begonnen

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Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen haben in Russland die Parlamentswahlen begonnen

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Die ersten Wahllokale im Fernen Osten öffneten bereits am Samstagabend um 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Das größte Land der Welt erstreckt sich über elf Zeitzonen. Die Abstimmung endet am Sonntag um 19 Uhr in der Exklave Kaliningrad. Beim Besuch eines Kampfsportspektakels gab sich Präsident Vladimir Putin siegessicher: Beobachter gehen davon aus, dass er als Spitzenkandidat der Kreml-Partei “Geeintes Russland” die Zwei-Drittel-Mehrheit sichert.

Die Kommunisten könnten wieder stärkste Oppositonskraft werden. Parteichef Guennadi Zyganov hatte den Wahlkampf als schmutzigsten seit Sowjetzeiten krisiert. Wegen der verschärften Wahlgesetze schafften nur noch 11 Parteien die Zulassung. Vor vier Jahren waren es noch 23. Auch den Ultranationalisten könnte erneut der Einzug in die Duma gelingen.

Alle anderen Parteien dürften laut Umfragen an der auf sieben Prozent erhöhten Hürde scheiterten, auch die prowestliche Jabloko, die gegenwärtig vier Direktmandate hält. Diese soll es künftig nicht mehr geben.

Weil Putin mit seiner Wahlempfehlung für “Geeintes Russland” sein Präsidentenamt missbraucht habe, legte Jabloko Beschwerde ein: Die Wahlleitung konnte indes keine Bevorteilung einer Partei erkennen. Insgesamt sind 107 Millionen Russen an die Urnen gerufen.