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Chinas Umweltsünden...und kein Ende

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Chinas Umweltsünden...und kein Ende

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Chinas Städte versinken im menschen-gemachten Nebel. So sieht es in der Hauptstadt aus, die weltweit zu den Großstädten mit der am schlimmsten verschmutzten Luft gehört. 2009 wird China insgesamt der weltgrößte Umweltverschmutzer sein, wird in diesem Punkt die USA überholt haben. Wer nun glaubt, in Bali würde China seine “grüne Revolution” ankündigen, der irrt.

Der Delegationschef versicherte, China wolle auf keinen Fall die gleichen Verpflichtungen übernehmen wie die entwickelten Länder. Die Frage von Treibhausgasen erscheine nur als Umwelt-Hindernis, sei aber in Wirklichkeit ein Entwicklungs-Hindernis. Der beste Weg sei umweltverträgliche Entwicklung.

Darum denkt der asiatische Riese gar nicht daran, sich in ähnlichen Dimensionen wie die Industriestaaten Verpflichtungen aufzuerlegen. Dreckschleudern abbauen? Das kommt nicht auf die nationale Prioritätenliste! Wer Kohle im Tagebau fördert produziert nun mal billiger. Und nur das zählt.

James Brock arbeitet als unabhängiger Berater der Energiewirtschaft in Beijing. Seine Erfahrungen formuliert er so: “Sie sagen: Hauptsache wir entwickeln ein Programm. Das muss aggressiv aussehen. Wir führen CO-2-Reduzierungen vor und sehr viel umfangreichere Energienutzung.

Auf diese Art will China dem Rest der Welt sagen ´macht es uns nach´ – oder hört auf uns zu kritisieren. Aber wenn sie sagen ´macht es uns nach´, dann sagen sie gleichzeitig, ihr, die entwickelten Länder, ihr habt schon immer co-2 produziert. Damit müsst ihr aufhören.”

Das größte Problem der Chinesen ist die viele Stein-Kohle, mit der 70 % der Energie im Riesenland produziert wird – auf eine besonders viel CO-2 freisetzende Weise. Der Anteil der Wasserkraftwerke ist ziemlich gering – und Windkraftwerke, die muss man schon sehr suchen.