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Entflechtung der Energie-Märkte: Deutschland kündigt Gegenvorschlag an

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Entflechtung der Energie-Märkte: Deutschland kündigt Gegenvorschlag an

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Die Idee, Energieerzeugung und Durchleitung künftig strikt zu trennen, findet bei den Energieministern etlicher EU-Staaten wenig Gegenliebe. Deutschland kündigte beim Energieministerrat einen Gegenvorschlag an. Der zuständige Staatssekretär warnte vor dem Risiko, dass nach der Entflechtung überhaupt nicht mehr in die Netze investiert werde.

EU-Energiekommissar Andris Piebalgs verteidigte bei dem Ministertreffen in Brüssel den Vorschlag der Kommission, die beiden Sektoren eigentumsrechtlich zu trennen. Deutschland will hingegen nicht die strikte Entflechtung, sondern die Netztöchter unabhängiger von den Muttergesellschaften machen und den Anspruch neuer Anbieter auf einen Zugang zum Netz festschreiben.

Mit der Neuordnung des Strom – und Gasmarktes will die Kommission zu Gunsten der Verbraucher die monopolähnlichen Strukturen der Energieriesen zerschlagen. Die Liberalisierung des Marktes hat ihr zu wenig Wettbewerb gebracht. Großbritannien, Spanien und Schweden unterstützten ihren Vorstoß im Energierat, insbesonderen Deutschland und Frankreich sind dagegen.