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"Teddy-Affäre" im Sudan: Begnadigung für britische Lehrerin

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"Teddy-Affäre" im Sudan: Begnadigung für britische Lehrerin

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Gillian Gibbons ist frei: Die wegen Verletzung religiöser Gefühle im Sudan inhaftierte britische Lehrerin wurde begnadigt. Gibbons war zu einer 15-tägigen Haftstrafe verurteilt worden, da sie und ihre Schüler einen Teddybären Mohammed genannt hatten. Die Kinder hatten für diesen Namen gestimmt. “Es war falsch, sie in Haft zu nehmen”, sagte der britische Premierminister Gordon Brown. “Sie war mehrere Tage im Gefängnis. Ich habe mit ihrem Sohn gesprochen und ich hoffe, dass ihre Familie beruhigt ist, wenn sie jetzt freigelassen wird.”

Zwei britische Abgeordnete muslimischen Glaubens waren zu einem Treffen mit Präsident Omar al-Baschir in den Sudan gereist. Baschir habe die Namensgebung als “unbeabsichtigten Fehler” bezeichnet, hieß es im Anschluß. Vor der britischen Botschaft in Khartum demonstrierten zahlreiche Menschen gegen die Begnadigung der Lehrerin. Für manche Muslime ist die Benennung des Stofftiers nach ihrem Propheten eine Gotteslästerung. Am Freitag hatten tausende Demonstranten in Khartum Gibbons Tod gefordert.