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Turner-Preis für Werk gegen Irakkrieg

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Turner-Preis für Werk gegen Irakkrieg

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Für seine Installation gegen den Irakkrieg ist der britische Künstler Mark Wallinger mit dem Turner-Preis ausgezeichnet worden. Das Werk sei von “historischer Bedeutung”, urteilte die Jury. Er habe nicht gedacht, dass ihm das noch passiere, sagte der 48-jährige glücklich. Der Künstler war schon einmal nominiert, in zwei Jahren wäre er für den Preis zu alt gewesen.

Wallinger dankte dem Friedensaktivisten Brian Haw. Sechseinhalb Jahre habe der vor dem Parlament gegen die britische Außenpolitik protestiert, ein außergewöhnlicher Mensch, die letzte Stimme des Widerspruchs, die forderte: Holt die Soldaten heim, gebt uns unsere Rechte zurück, vertraut dem Volk. Für “State Britain” hatte Wallinger mehr als 600 Gegenstände reproduziert und Haws Protest-Camp originalgetreu nachgebaut.

Der Turner-Preis ehrt jedes Jahr ein aktuelles Werk eines Künstlers unter 50 Jahren. Erstmals wurde er in Liverpool vergeben, der Kulturhauptstadt 2008. Der nach dem Landschaftsmaler William Turner benannte Preis ist mit umgerechnet 35.000 Euro dotiert.