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Im Notfall hilft im Ausland auch der Botschafter eines anderen EU-Staates: Kommission will konsularischen Schutz ausbauen

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Im Notfall hilft im Ausland auch der Botschafter eines anderen EU-Staates: Kommission will konsularischen Schutz ausbauen

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Schätzungsweise 80 Millionen Europäer reisen jährlich ins Ausland. Doch laut Eurobarometer weiß nur knapp ein Viertel der Befragten, dass sie sich in einem Notfall auch an die diplomatische Vertretung eines anderen EU-Staates wenden können, wenn das eigene Land dort nicht vertreten ist.

Dieses Recht soll künftig im Pass vermerkt werden, so ein Vorschlag der Europäischen Kommission, und sie empfiehlt des weiteren eine Informationskampagne, um die EU-Bürger über ihren konsularischen Schutz auf Reisen zu informieren.

Da die Staaten auch nicht in jedem Land der Welt eine Vertretung haben, rät sie zur Poolbildung der Konsularbehörden für Hilfe in Krisenfällen wie zum Beispiel beim Tsunami 2004. Das häufigste Problem, dem sich Touristen oder im Ausland lebende Bürger gegenübersehen, ist der Verlust von Pass oder Ticket, im Todesfall stellt der Rücktransport die Hinterbliebenen vor ein Problem. Für die Überführung von Leichen rät Brüssel ebenfalls zur Einführung gemeinsamer Regeln.