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Mutmaßliche ETA-Todesschützen in Südfrankreich gefaßt

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Mutmaßliche ETA-Todesschützen in Südfrankreich gefaßt

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Die französische Polizei hat am Mittwoch einen Mann und eine Frau unter dem dringenden Verdacht festgenommen, am Samstag im südfranzösischen Capbreton zwei spanische Polizisten erschossen zu haben. Es soll sich um Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation ETA handeln. Sie wurden im südfranzösischen Chateauneuf de Randon festgenommen, als sie versuchten einen Bus zu bestigen. Sie leisteten keinen Widerstand. In ihrem Besitz befand sich eine automatische Handfeuerwaffe und eine Signalpistole.

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bedankte sich bei einem Treffen mit seinem italienischen Amtskollegen Romano Prodi in Neapel bei den französischen und spanischen Sicherheitsorganen und der französischen Regierung für den Fahndungserfolg:

In der Klinik von Bayonne erlag der zweite spanische Polizist am Morgen seinen Kopfverletzungen. Die spanischen Polizisten waren am Samstag auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Capbreton niedergeschossen worden. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums hatten die beiden in Zivil und unbewaffnet nach ETA-Mitgliedern gefahndet. Solche Operationen führt die spanische Polizei seit Jahren mit Zustimmung Frankreichs durch.

In Spanien stieß erstmals eine Demonstration gegen die ETA nur auf wenig Interesse. An der Kundgebung in Madrid nahmen am Dienstagabend nicht einmal 7000 Menschen teil, obwohl alle im Parlament vertretenen Parteien dazu aufgerufen hatten. Bislang hatten sich immer mehrere zehntausend Menschen an Anti-ETA-Demonstrationen beteiligt. El Pais schrieb daraufhin “Dieser Protest war ein klarer Reinfall”.