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Erneuter Amoklauf in den USA

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Erneuter Amoklauf in den USA

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Ein 19-jähriger Amokschütze hat in Omaha/ Nebraska ein Blutbad angerichtet. Er erschoss acht Menschen – und anschließend tötete er sich selbst – offenbar aus Frust über sein eigenes Leben. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, hiess es, zwei von ihnen schwer. Der Täter, Robert Hawkins, hatte kurz vor der Tat seinen Job in einem Schnellrestaurant verloren. In einem Abschiedsbrief schrieb er, dass er wenigstens einmal berühmt sein wollte, und – so wörtlich – “mit Stil” abrechnen wolle. Seine Freundin beschrieb ihn als “sehr verstört und depressiv”.

Augenzeugen berichteten, dass während des Amoklaufs 15 bis 20 Schüsse gefallen seien. Unter den Kunden des Einkaufszentrums brach Panik aus; viele von ihnen versuchten, sich in Läden zu verbarrikadieren. US-Präsident George W. Bush hatte am selben Tag Omaha im Zusammenhang mit dem Präsidentschaftswahlkampf besucht. Er hatte die Stadt allerdings etwa eine Stunde vor der Tat verlassen.

In den USA kommt es wegen der weiten Verbreitung von Schusswaffen regelmäßig zu Amokläufen mit vielen Toten. Erst vor rund zwei Monaten hatte ein junger Polizist im US-Bundesstaat Wisconsin möglicherweise aus Eifersucht sechs Schulkameraden erschossen. Der 20 Jahre alte Schütze kam Stunden nach der Tat während eines Feuergefechts mit der Polizei ums Leben. Zwei Tage später verletzte ein 14 Jahre alter Schüler in Cleveland/ Ohio offenbar aus Zorn über einen Schulverweis zwei Lehrer und zwei Mitschüler durch Schüsse und tötete sich dann selbst. Vor acht Monaten erschoss ein Student an der Virginia Tech University 32 Menschen bevor er sich selbst tötete.