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Europäisch-afrikanische Tafelrunde in Lissabon nicht ohne Menschenrechts-Mahnungen

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Europäisch-afrikanische Tafelrunde in Lissabon nicht ohne Menschenrechts-Mahnungen

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Simbabwes Präsident Robert Mugabe muss an diesem Abend in Lissabon ein Referat von Angela Merkel über Menschenrechte und gute Regierungsführung verdauen. Zum Auftakt des EU-Afrika-Gipfeltreffens an diesem Wochenende hatte die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft mehr als siebzig Staats- und Regierungschefs zum festlichen Abendessen geladen. Mugabes wegen, der allerdings weit weniger herzlich begrüßt wurde als sein algerischer Kollege, bleibt der britische Premierminister dem Treffen fern.

Die EU will bei dem Gipfel ein neues Handelsabkommen unter Dach und Fach bringen. Dieses soll den afrikanischen Partnern und denen in der Karibik- und Pazifikregion weiter Vorzugsbehandlung einräumen, im Gegenzug sollen sie aber ihre Märkte für europäische Waren öffnen. Kritiker bemängelten den Druck, den die EU auf die afrikanischen Staaten ausübe, und bezeichneten das Abkommen als Knebelvertrag.

Das Gipfeltreffen soll auch endgültig einen Schlussstrich unter die postkoloniale Ära und den paternalistischen Ansatz der Europäer gegenüber Afrika setzen.