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Aufregung um Vernichtung eines Videos über Verhörmethoden der CIA

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Aufregung um Vernichtung eines Videos über Verhörmethoden der CIA

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In den USA sorgt die Vernichtung von zwei Videobändern der CIA, die die umstrittenen, “harschen” Verhörmethoden des Geheimdienstes dokumentieren, für Aufregung. Die Sprecherin des Weißen Hauses teilte mit, Präsident Bush sei erst am Donnerstag während eines Briefungs durch CIA-Direktor Haydon auf die Vernichtung der Bänder aufmerksamgemacht worden. Nach Angaben des CIA-Direktors wurden die Mitschnitte vernichtet, um die in den Aufnahmen gezeigten Geheimagenten zu schützen. Die oppositionellen Demokraten reagierten entrüstet. Senator Carl Levin aus Michigan forderte die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens: “Das ist eine erbärmliche Entschuldigung. Um die Identität ihrer Agenten zu schützen, müßten sie theoretisch jedes Dokument vernichten, in dem ein Agent auftaucht. Natürlich müssen sie ihre Agenten schützen, aber es gibt abermillionen solcher Dokumente. Die sind natürlich geheim. Wir werden die Identität der Agenten schützen, aber man kann doch nicht Unterlagen vernichten, die Gegenstand einer Untersuchung sind!” Die Aufzeichnungen stammten der Washington Post zufolge aus dem Jahr 2002 und wurden 2005 vernichtet. Ob während der Vernehmung auch das “Water Boarding” genannte Vortäuschen von Ertränken angewandt wurde ist unklar. Der Kongress versucht gegen den Willen von Präsident Bush derartige Verhörmethoden zu verbieten.