Eilmeldung

Eilmeldung

In Lissabon treffen sich die Vertreter von 27 europäischen und 53 afrikanischen Staaten

Sie lesen gerade:

In Lissabon treffen sich die Vertreter von 27 europäischen und 53 afrikanischen Staaten

Schriftgrösse Aa Aa

Kaum begonnen, hat der EU-Afrika-Gipfel schon seinen ersten Eklat. Britanniens Premier Gorden Brown kam gar nicht erst, weil Simbabwes Präsident Robert Mugabe angereist war. Die EU wirft dem 83 Jahre alten Diktator schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

Portugals Ministerpräsident Jose Sokrates hofft dennoch auf positive Ergebnisse. Er ermunterte die Staatenlenker ihre zögerliche Haltung aufzugeben und an einer dynamischen und gleichberechtigten Partnerschaft zwischen beiden Kontinenten zu arbeiten. Gute Regierungsführung und Einhaltung der Menschenrechte: Dies sind die beherrschenden Themen des Gipfels.

Ausserdem soll das Verhältnis zwischen Geber- und Nehmerländern neu definiert werden. Ghanas Präsident und Chef der Afrikanischen Union John Kufour ermahnte die Staaten, zusammenzuarbeiten. Er erinnerte daran, dass die 500jährigen Beziehungen zwischen Afrika und Europa keineswegs immer glücklich verlaufen sind. Und jetzt sei die Zeit gekommen, diese historischen Ungerechtigkeiten zu korrigieren und eine neue Partnerschaft zu beginnen, fuhr er fort.

Diese Partnerschaft soll eine gleichberechtigte sein. Darin sind sich die Gipfelteilnehmer vorerst einig. In wichtigen internationalen Fragen soll zusammengearbeitet werden und gegen den Klimawandel wollen beide Kontinente gemeinsame Lösungen finden.