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Kampf gegen Ölpest in Südkorea

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Kampf gegen Ölpest in Südkorea

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Nach dem Tankerunglück vor Südkorea hat ausgelaufenes Öl heute die Westküste des Landes erreicht. Es ist die größte Ölkatastrophe in der Geschichte des Landes. Der Ölteppich bedroht Strände sowie auch Zuchtanlagen für Meerestiere. Nach dem Unglück waren im Meer schwimmende Barrieren ausgelegt worden, um das Öl von den Küsten fernzuhalten. Zahlreiche Schiffe waren im Einsatz, um das Öl abzupumpen oder mit Hilfe von Chemikalien aufzulösen.

Das Unglück ereignete sich gestern rund zehn Kilometer vor der Hafeneinfahrt von Daean an der Westküste des Landes: Der Tanker Hebei Spirit wartete auf Einfahrt in den Hafen, als er von einem antriebslosen Lastkahn gerammt wurde. Der Kahn soll bei stürmischem Wetter von einem Schlepper losgerissen worden sein. Ein Kran auf dem Lastkahn stieß drei Löcher in die Außenwand des Tankers. Mehr als 10.000 Tonnen Öl traten aus.

Vor der Küste bildete sich ein mehr als zehn Kilometer langer Ölteppich. Rund eintausend Menschen – neben Soldaten und Polizisten auch hunderte Freiwillige – kamen an die Strände, um das Öl zu beseitigen.