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Kein Kompromiss über Zukunft des Kosovo

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Kein Kompromiss über Zukunft des Kosovo

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Bei den Verhandlungen über die Zukunft des Kosovo waren dem Abschlussbericht der Troika aus EU, USA und Russland zufolge weder Serben noch Kosovo-Albaner zu einem Kompromiss bereit. Der Bericht wurde gestern UN-Generalsekretär Ban Ki Moon übergeben. Darin heißt es, keine Seite habe ihre Position in der grundlegenden Frage der Souveränität der südserbischen Provinz aufgeben wollen. Russland Botschafter bei den Vereinten Nationen, Witali Tschurkin, sagte, es sei zwar noch zu früh, um über Vertrauen zwischen den Konfliktparteien sorechen zu können. Es sei aber wichtig, dass sie begönnen, ihre Feindschaft zu überwinden. Erstmals seit Jahren hätten sie einen direkten Dialog über die zukünftigen Status des Kosovo geführt. Der Weltsicherheitsrat will sich nach dem Scheitern der Gespräche am 19. Dezember mit dem Kosovo-Konflikt beschäftigen. Russland unterstützt die serbische Haltung. Damit dürfte es in absehbarer Zeit dazu kommen, dass die Kosovo-Albaner einseitig die Unabhängigkeit der noch von den Vereinten Nationen verwalteten Provinz erklären. Die Troika schlug in ihrem Bericht keine neue Lösung vor.