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Kommunalwahl im Kosovo

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Kommunalwahl im Kosovo

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Heute gehen die Kosovaren noch einmal zur Wahl. Aber diese 2. Runde der Kommunalwahlen steht unter einem schlechten Stern. Die serbische Minderheit folgt weitgehend dem Boykottaufruf aus Belgrad – und überhaupt dürften die Würfel bereits gefallen sein. In Pristina sagt der Chefredakteur der albanisch-sprachigen Zeitung “Zeri”. er sagt: “ Ich denke, dass am 10. Dezember bestätigt wird, was wir erwarten. Nämlich dass der zusätzliche Verhandlungsprozeß endet. Die Troika hat es nicht geschafft. Und deshalb erwarten wir nach dem 10. einen neuen Prozeß, der auf die Verkündung der Unabhängigkeit des Kosovo hinauslaufen wird”

In den anderen Zeitungen, die man hier in Pristina am Kiosk findet, liest es sich ähnlich. Mit der Unabhängigkeit des Kosovo wird Serbien 15 Prozent seines Staatsgebietes verlieren. Schwerer noch wiegt für Serbien der nationalistisch-ideologische Aspekt. Vor mehr als 600 Jahren lag dort das erste serbische Reich. Und die Erinnerung daran wurde im 19. Jahrhundert – im Kampf gegen Osmanen und Habsburger – zum nationalen Mythos.

Der serbische Mann auf der Straße in Belgrad erwartet denn auch nichts Gutes. Er hofft nur, dass es ohne Gewalt abgeht. Ebenfalls in Belgrad schaut Georges Washington von einem Plakat auf die Passanten herab: Dazu sein Zitat:” Für uns ist die Zeit gekommen zu zeigen, ob wir frei sein wollen oder Sklaven.” Dazu die Losung: “Kosovo ist Serbien.