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Lokführerstreik in Belgien

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Lokführerstreik in Belgien

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Die belgischen Lokomotivführer haben eine neue Serie von Streiks begonnen – mit einem 24-stündigen Ausstand. Nur die Hälfte der im Fahrplan angegebenen Züge war am Samstag unterwegs. Die Eisenbahner wollen auch an den kommenden drei Wochenenden die Arbeit für 24 Stunden niederlegen – und außerdem am Heiligabend und am Neujahrstag.

Mit dem neuen Fahrplan habe der Druck zugenommen, sagte ein Gewerkschafter: Die Arbeitsbelastung sei einfach zu groß.
Nach Angaben der Bahngesellschaft Infrabel fuhr in einigen Gebieten am Samstag nicht ein einziger Zug. Reisende reagierten unterschiedlich: Die Eisenbahnern hätten recht, sagte ein Mann am Brüsseler Südbahnhof: Sie müssten sich Gehör verschaffen. Drei Stunden warte sie nun schon hier auf einen Zug, sagte eine Frau auf dem Hauptbahnhof von Antwerpen; für den Streik zeigt sie kein Verständnis. Und eine andere Reisende in Antwerpen war empört: Sie habe gerade erfahren, dass ihre Fahrkarten nur für einen bestimmten Zug gültig seien, sie könne sie also wegwerfen. Nach Angaben der Bahngesellschaft Infrabel – die für die Infrastruktur zuständig ist – waren die internationalen Züge Eurostar und Thalys kaum betroffen.