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Südafrika übernimmt immer mehr die Rolle einer Regionalmacht

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Südafrika übernimmt immer mehr die Rolle einer Regionalmacht

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Und dabei ist es noch keineswegs ausgemacht, dass der Handelspartner für das aufstrebende Land, die Europäische Union ist. Landwirte in der Region verlangen starke bilaterale Abkommen, damit ihre Probleme aus der Welt sind. Ein Farmer sagt: “ Tarife würden uns schützen. Tarife verhindern, dass zu niedrige Preise gezahlt werden. Tarife würden unser Leben vereinfachen.”

Die Landwirte Südafrikas brauchen tarifliche Regelungen. Sonst überschwemmen Hochsubventionierte, europäische Agrarprodukte das Land und die Bauern wären schnell bankrott. Die südafrikanische Regierung arbeitet daran, mit der Europäischen Union, China, Indien, Brasilien, Vereinbarungen zu treffen, die ihre Landwirtschaft überleben lässt. Analysten sehen darin den richtigen Weg. “ Es sollte zu einer Partnerschaft zwischen der entwickelten, industrialisierten Welt und Afrika kommen. Und mit Hilfe der entwickelten Länder kann es Afrika gelinen, seine bittere Armut zu überwinden.” meint dieser Fachmann.

Wie den afrikanischen Staaten geholfen werden kann? Auch darüber wird beim EU-Afrika-Gipfel in Lissabon gesprochen. Nichtregierungsorganisationen sind dagegen von dem südafrikanischen Weg nicht begeistert. Ein Sprecher meint: “Landwirtschaft und Industrie sollten auf dem Gipfel verhindern, dass wir Afrikaner schon jetzt einen Vertrag mit der Europäischen Union abschliessen.” Bisher sieht es danach auch nicht aus. Nur dass die Zusammenarbeit hin zu einer Partnerschaft zwischen beiden Kontinenten verbessert werden soll, soviel scheint klar.