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Krisenregion Darfur: Gaddafi winkt ab - EU fordert Sudan zu Zusammenarbeit auf

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Krisenregion Darfur: Gaddafi winkt ab - EU fordert Sudan zu Zusammenarbeit auf

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Die Europäer haben den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir beim EU-Afrika-Gipfel in Lissabon aufgefordert, mit den Vereinten Nationen zusammenzuarbeiten, um eine internationale Friedenstruppe in der Krisenregion Dafur einsetzen zu können. Zum Jahresende soll das Kommando der bislang dort stationierten Soldaten der Afrikanischen Union an eine gemeinsame Mission mit der UNO übergehen. EU-Kommissonspräsident Jose Manuel Barroso sagte gegenüber EuroNews, man habe al-Baschir gegenüber klargemacht, dass man erwarte, dass er mit den Vereinten Nationen zusammenarbeite. Die Wahrheit sei, dass der Sudan eine solche Zusammenarbeit im Prinzip akzeptiert habe, aber in der Praxis brauche das Zeit und diese Verzögerungen seien nicht akzeptabel. Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi forderte indes eine “Demokratisierung der Vereinten Nationen”. Dort herrsche eine “Diktatur” der ständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat. Er plädierte dafür, dass die UN-Vollversammlung mehr Kompetenzen erhält. Im Hinblick auf Darfur sagte Gaddafi, immer, wenn man sich nicht explizit mit dem Problem befasse, ergäben sich auch Chancen für eine Lösung. Wenn man es aber immer in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücke, werde es wohl nie eine Ende geben. Ein Eingreifen in Darfur werde die Situation nur verschlimmern. Sudans Präsident al-Baschir lehnt die Zusammensetzung der Friedenstruppe ab. Daran sollen neben Soldaten der Afrikanischen Union auch Spezialeinheiten aus Nepal, Thailand und nördlichen Ländern beteiligt sein.