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Nur wenige bosnische Serben bei Präsidentenwahl

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Nur wenige bosnische Serben bei Präsidentenwahl

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Bei der Präsidentenwahl in der bosnischen Serbenrepublik zeichnete sich eine geringe Wahlbeteiligung ab. Bis zum Mittag hatten nur zehn Prozent der gut eine Million Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Insgesamt zehn Kandidaten stehen zur Wahl. Doch nur dreien werden Aussichten auf die Nachfolge des Ende September verstorbenen Milan Jelic eingeräumt:

Rajko Kuzmanovic ist Spitzenkandidat der regierenden Unabhängigen Sozialdemokraten. Seine bekanntesten Gegenkandidaten sind der Chef der Partei des Demokratischen Fortschritts, Mladen Ivanic, einst Regierungschef der Republik Srpska und bosnischer Außenminister – sowie Ognjen Tadic von der oppositionellen Sebischen Demokratischen Partei. Er ist vor allem als Ultranationalist bekannt.

Die Republik Srpska bildet zusammen mit der muslimisch-kroatischen Föderation die Republik Bosnien und Herzegowina. Sie steht vor einer Verfassungsreform und der Frage, ob eine aus drei Teilrepubliken bestehende Föderation entstehen soll. Die EU fordert eine stärkere Rolle der gemeinsamen Institutionen, alle Kandidaten betonten hingegen die Eigenständigkeit der Serbenrepublik. Erst Anfang der Woche hatten Bosnien und die EU ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen paraphiert.