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Folge der US-Hypothekenkrise: UBS droht erstmals ein Jahresverlust

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Folge der US-Hypothekenkrise: UBS droht erstmals ein Jahresverlust

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Die größte Schweizer Bank UBS könnte 2007 erstmals in die roten Zahlen rutschen. Wie das Geldhaus mitteilte, muss es wegen fauler US-Hypothekenkredite weitere 6,8 Milliarden Euro abschreiben. Die UBS erwartet nach dem negativen dritten Quartal auch im Schlussquartal einen Verlust.

Mit neuen Eigenmitteln sehe sich die Bank jedoch für die “weiterhin schwierigen Marktbedingungen” gewappnet, sagte Verwaltungsratschef Marcel Ospel. Die UBS verschaffte sich frisches Kapital bei zwei ausländischen Großanlegern. Der eine ist eine staatliche Gesellschaft aus Singapur, die sich langfristig bei UBS engagieren will. Der andere ist ein ungenannter Investor aus dem Nahen Osten.

Die UBS befindet sich bei ihrem US-Geschäftsgebaren in guter Gesellschaft. Auch Citigroup, Merrill Lynch, Morgan Stanley und Barclays mußten wegen der Kreditkrise Milliardenbeträge abschreiben.

Die UBS, die in Europa aus derzeitiger Sicht am härtesten von der US-Kreditkrise getroffen wurde, kann nach Einschätzung vieler Experten eine Krise des Finanzplatzes auslösen, auch wenn die Marktteilnehmer am Montag gerade bei den Banktiteln den Kurs hielten.

Vielen gilt die Struktur des Schweizer Bankenwesens in einem gesunden wirtschaftlichen und politischen Umfeld denn doch als so sicher, dass Alternativen vielen Abwägungen standhalten müssten.