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Große Geberkonferenz für Palästinenser in Paris

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Große Geberkonferenz für Palästinenser in Paris

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Spitzenpolitiker aus aller Welt sind in Paris zur ersten großen Geberkonferenz für Palästinenser seit einem Jahrzehnt zusammengekommen. Insgesamt siebzig Länder und zwanzig weitere Delegationen nehmen teil. Die palästinensische Führung hofft auf Zusagen in Höhe von fast vier Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre. Doch es geht nicht nur um Geld, betonte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy: Der israelische Siedlungsbau in den Palästinensergebieten müsse sofort vollständig eingefroren werden; andernfalls sei eine tragfähige Entwicklung der palästinensischen Wirtschaft unmöglich.

Mit der Finanzhilfe will die internationale Gemeinschaft der gemäßigten Führung um Palästinenserpräsident Mahmud Abbas den Rücken stärken – im Konflikt mit der radikalislamischen Hamas-Bewegung, die im Gazastreifen die Macht ausübt. Die Autonomiebehörde um Abbas kontrolliert nur noch das Westjordanland.
Der in Ramallah amtierende Ministerpräsident Salam Fajad zeichnete schon vor Konferenzbeginn ein düsteres Bild von der Lage in den Palästinensergebieten. Nach Angaben der Weltbank ist dort das Pro-Kopf-Einkommen seit 1999 um 40 Prozent gesunken. US-Außenministerin Rice warnte
davor, dass eine ganze Generation von jungen Palästinensern dem Extremismus anheim fallen könnte.