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Irak kritisiert türkische Luftangriffe auf mutmaßliche PKK-Stellungen

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Irak kritisiert türkische Luftangriffe auf mutmaßliche PKK-Stellungen

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Die irakische Regierung hat gegen die Luftangriffe der Türkei im Nordirak protestiert. Bei den Angriffen auf mehrere Dörfer waren nach Angaben aus Bagdad eine Frau getötet und sechs Zivilisten verletzt worden. Hunderte Menschen flohen aus der Region. Der Präsident des kurdischen Autonomiegebietes appellierte an die Gouverneure der umliegenden Provinzen, den Flüchtlingen zu helfen.

Das türkische Militär hatte in der Nacht von Sonntag auf Montag 10 Dörfer in der nordirakischen Provinz Suleimanija bombardiert. Das Gebiet gilt als Schlupfwinkel für Rebellen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die die Türkei als Terrororganisation einstuft. Bereits Anfang Dezember hatten türkische Einheiten Luftangriffe auf mutmaßliche PKK-Stellungen im Nordirak geflogen. “Unter Saddam Hussein war es besser als jetzt”, meint ein Iraker aus der Region. “Das Saddam-Regime hat uns mehrmals deportiert, aber es fielen keine Bomben und es gab keine Zerstörungen wie jetzt.” Türkische Militärs stehen auf dem Standpunkt, dass die USA mit der Öffnung des irakischen Luftraums für Ankara indirekt ihre Zustimmung zu der Militäroperation gegeben haben.