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Streit in Amsterdam um die Zukunft des Rotlichtviertels

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Streit in Amsterdam um die Zukunft des Rotlichtviertels

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Die Stadt Amsterdam will Prostitution und Rauschgifthandel weitgehend aus ihrem historischen Zentrum verbannen. Bürgermeister Rob Cohen und seine Verwaltung haben mit ihrem Plan die Sex-Branche der Grachtenstadt gegen sich aufgebracht. Bei einem Treffen beider Seiten protestierte eine Sprecherin des Prostitutions-Informationszentrums gegen das Projekt.

Die Verantwortlichen hätten hunderte von Sex-Arbeiterinnen völlig ignoriert, die ganz freiwillig im Rotlichtviertel ihr Gewerbe ausübten, sagte Mariska Majoors. Doch Untersuchungen der Stadt und der Justizbehörden haben gezeigt, dass die Prostitution häufig mit Zwang und Menschenhandel verbunden ist. Der für Wirtschaft zuständige Beigeordnete Lodewijk Ascher sagte, wer künftig durch das Viertel gehe, könne sicher sein, dass die dort verbleibenden Prostituierten freiwillig ihrer Arbeit nachgingen.
Das Viertel mit den malerischen Häusern im Herzen der Stadt soll künftig nicht von der Sex-Branche geprägt sein: Hier sollen in den nächsten Jahren hochwertige Geschäfte und Restaurants einziehen.