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Weniger Kohlenmdioxid aus Europas Auspuffrohren - aber wie ?

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Weniger Kohlenmdioxid aus Europas Auspuffrohren - aber wie ?

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20 Prozent weniger Kohlendioxid aus Europas Auspuffrohren – das will die EU-Kommission in fènf Jahren erreichen. Aber wem wird das am meisten wehtun ? Ein Konzept der EU-Kommission soll morgen auf dem Tisch liegen.

Die deutsche Autoindustrie läuft Sturm gegen geplante Geldstrafen für die Autos, die mehr CO2 ausstoßen als die angepeilte Zielmarke von 120 Gramm pro Kilometer.

Kirsten Mayer von der industriekritischen Brüsseler Organisation European Federation for Transport and Environment: “Wir sind dafür, dass pro Gramm CO2 über dem neuen Grenzwert 150 Euro Strafgebühren fällig werden. Das müßten die Autohersteller zahlen. Wir hoffen aber, dass sie die Sache ernst nehmen und anstattdessen das CO2 bis dahin verringern.”

Zur Zeit liegen die durchschnittlichen Kohlendioxidemissionen von Neuwagen bei 160 Gramm. Deutsche Autos stoßen nach Angaben von Umweltschützern im Schnitt 173 Gramm aus, die größten Modelle rund 200.

Die EU-Kommission will Autofirmen verpflichten, den Ausstoß von CO2 bis 2012 auf durchschnittlich 120 Gramm pro Kilometer zu begrenzen. Biokraftstoffe oder bessere Reifen sollen 10 Gramm bringen. Die Frage ist: Wie wird gerechnet ?

- Zählt der Durchschnittswert der gesamten Neuwagen-Flotte eines Herstellers oder – dürfen sogenannte Pools gebildet werden zwischen Herstellern von großen und kleinen Autos ?

Eins steht fest: Ohne technischen Fortschritt drohen Geldstrafen in Milliardenhöhe. Das heißt: Autos würden vermutlich teurer. Um bis zu 2 000 Euro pro Auto etwa bei Ford, Nissan und VW. Heutige BMWs und Mercedes kämen auf den doppelten Zuschlag. Peugeot, Citroen, Fiat und Renault lägen deutlich darunter.