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Einigung der EU-Fischereiminister auf Fangquoten für 2008 geht Umweltschützern nicht weit genug

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Einigung der EU-Fischereiminister auf Fangquoten für 2008 geht Umweltschützern nicht weit genug

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Elf Prozent mehr Kabeljau dürfen im nächsten Jahr aus der Nordsee gefischt werden – laut Umweltschützern vom WWF eine “neue Lizenz zum Plündern”. Die Fangquoten, die die EU-Fischereiminister in der Nacht für 2008 beschlossen haben, sind bei den Umweltorganisationen auf harsche Kritik gestoßen. Während die Minister die Quoten für den Nordsee-Kabeljau erhöhten, senkten sie jene für den Kabeljau im Atlantik je nach Fanggebiet um neun bis 18 Prozent – weniger als die 25 Prozent, die die EU-Kommission vorgeschlagen hatte.

Dennoch erklärte Fischereikommissar Joe Borg anschließend, die Entscheidung werde sicherstellen, dass der kommerzielle Druck, der auf den Beständen laste, weiter nachlasse. Dies sei notwendig, um die Zukunft der europäischen Fischerei zu sichern.

Auch die Zahl der Fangtage soll um zehn Prozent gesenkt werden. Doch den Umweltschützern reicht das nicht: Sie hatten zur Erholung der Kabeljau-Bestände ein komplettes Fangverbot gefordert und dies mit einer Mauer vor dem Gebäude versinnbildlicht, in dem die Minister sich versammelten. Begrüßt wurde von den Umweltschützern hingegen, dass die Minister die Herings-Quoten deutlich senkten.