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Reform des Weinsektors ist durch

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Reform des Weinsektors ist durch

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Jedoch haben die EU-Agrarminister sich auf eine etwas verwässerte Version des ursprünglich ehrgeizigen Vorhabens geeinigt. So dürfen Deutschlands Winzer zum Beispiel ihren Wein auch weiterhin zuckern, um den Alkoholgehalt zu heben, aber nicht mehr so stark wie bisher. Im Gegenzug akzeptierte Deutschland, dass die EU auch weiter die Destillierung von überschüssigem Wein zu Industriealkohol mit rund einer halben Milliarde Euro subventioniert – aber diese Summe soll von Jahr zu Jahr schrumpfen. Insbesondere Winzer in Südeuropa produzieren überschüssigen Wein und profitieren von den Geldern, mit denen die EU ihnen dessen Vernichtung belohnt.

Qualität statt Quantität, um der Konkurrenz aus Übersee Stand halten zu können: Zu diesem Zweck sollen auch fast 200.000 Hektar Weinstöcke vernichtet werden – weit weniger, als ursprünglich vorgesehen.