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Vereinte Nationen fordern weltweiten Hinchrichtungs-Stopp

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Vereinte Nationen fordern weltweiten Hinchrichtungs-Stopp

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Die UN-Resolution gegen die Todesstrafe wurde in Italien zufrieden aufgenommen. Der von Rom eingebrachte Text wurde mit 104 zu 54 Stimmen angenommen, 28 Länder enthielten sich. Die Resolution fordert eine sofortige, weltweite Aussetzung der Todesstrafe. Langfristig sollen alle Länder sie abschaffen. Italiens Regierungschef Romano Prodi sprach von einem historischen Tag. Sein Land sei stolz auf die Initiative, hinter der sich eine breite internationale Koalition versammelt habe – für das Recht und die Würde des Menschen.

Die Resolution ist völkerrechtlich nicht bindend. Die EU stimmte geschlossen dafür, viele muslimische Staaten, die USA und China stimmten dagegen. Bei der italienischen Radikalen Partei herrschte dennoch Jubel. Emma Bonini, frühere EU-Kommissarin und jetzige Handels- und Europaministerin, sprach von einem Geschenk an die Menschheit. Sie bat die Italiener um Unterstützung für den weiteren, weltweiten Kampf gegen Hinrichtungen. In jedem dritten Staat der Welt wird die Todesstrafe angewandt – in Europa nur noch in Weißrussland. Amnesty International sprach von einem “Meilenstein”. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation wurden im vergangenen Jahr mehr als 1500 Menschen hingerichtet, die meisten davon in China.