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Verhofstadt bildet Übergangsregierung in Belgien

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Verhofstadt bildet Übergangsregierung in Belgien

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In die belgische Regierungskrise kommt Bewegung. Interims-Ministerpräsident Guy Verhofstadt hat die Bildung einer Übergangsregierung aus fünf Parteien bekannt gegeben. Flämische Christdemokraten und Liberale werden gemeinsam mit ihren wallonischen Schwesterparteien sowie den wallonischen Sozialisten eine Regierung bilden. Regierungschef soll zunächst Verhofstadt bleiben, berichtete die Agentur Belga. Damit schaffte Verhofstadt, was Wahlsieger Yves Leterme sechs Monate lang nicht gelungen war. Als Superminister soll der flämische Christdemokrat Leterme die umstrittenen Verfassungsreformen auf den Weg bringen und im März Regierungschef werden. Zahlreiche Belgier hatten in den vergangenen Monaten für den Erhalt der Einheit ihres Landes demonstriert.

Das Land drohte am Sprachenstreit zwischen Wallonen und Flamen zu zerbrechen. Verhofstadt schlug vor, dass schon jetzt auch Verhandlungen über das zukünftige Regierungsprogramm und eine Vereinbarung zwischen den verschiedenen Landesteilen über eine Staatsreform beginnen sollen.