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Neuer Sieg für Gegner der Todesstrafe

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Neuer Sieg für Gegner der Todesstrafe

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Ein Mann wird heute aus einem US-Gefängnis in Ohio entlassen, in dem er 20 Jahre lang in einer Todeszelle verbracht hat. Der heute 43-Jährige war 1987 wegen des Mordes an einem kleinen Mädchen verurteilt worden. Er selbst hatte die Tat stets bestritten. Voraussichtlich darf er am Freitag in seine schottische Heimat zurückkehren.

Insgesamt werden in den USA werden immer weniger Menschen hingerichtet: Nach Angaben des Todesstrafen-Informationszentrums wurden in diesem Jahr 42 Menschen exekutiert, die niedrigste Zahl seit 1994.

Erst wenige Tage zuvor hatten sich die Vereinten Nationen mit klarer Mehrheit für einen weltweiten Stopp aller Hinrichtungen ausgesprochen. Die UN-Generalversammlung nahm in New York nach jahrelangem Ringen eine entsprechende Resolution mit 104 zu 54 Stimmen an. Langfristiges Ziel sei, das umstrittene Rechtsmittel ganz abzuschaffen. Weltweit gibt es die Todesstrafe noch in 66 Staaten.

Mit besonderer Freude wurde die Nachricht von der verabschiedeten Resolution in Italien aufgenommen. Rom hatte den Text erstmals 1999 in der UN-Generalversammlung eingebracht.