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"Nicht schuldig" für Verdächtigen in Zusammenhang mit Anschlag von Omagh

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"Nicht schuldig" für Verdächtigen in Zusammenhang mit Anschlag von Omagh

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Der Freispruch von Sean Hoey in Zusammenhang mit dem Anschlag von Omagh stösst bei den Angehörigen der Opfer auf Kritik. Ein Gericht in Belfast hatte den 38-jährigen Elektriker am Donnerstag in allen 56 Anklagepunkten für nicht schuldig befunden. Die Staatsanwaltschaft habe nicht die nötigen Beweise vorgelegt, hieß es in der Begründung. Der Vater eines der Opfer von Omagh ist damit nicht einverstanden: “Auch wenn man seine Schuld nicht zweifelsfrei beweisen konnte, trägt er doch Verantwortung. Sean Hoey ist einer der Verschwörer hinter dem Anschlag. Wir können es nicht beweisen, aber wir sind davon überzeugt und stehen dazu.”

Bei der Explosion einer Autobombe in Omagh im August 1998 starben 29 Menschen, mehr als 200 wurden verletzt. Die Anklage hatte Hoey vorgeworfen, den Sprengstoff beschafft zu haben. Neben 29-fachem Mord wurden ihm auch andere terroristische Straftaten zur Last gelegt, die er jedoch stets bestritten hatte. Für den Anschag in Omagh hatte eine radikale Splittergruppe der IRA die Verantwortung übernommen.