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Chávez eröffnet Petrocaribe-Treffen auf Kuba

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Chávez eröffnet Petrocaribe-Treffen auf Kuba

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Die Sonne scheint über Kuba, und daran hat Hugo Chávez seinen Anteil. Venezuelas Staatspräsident
eröffnet hier in Cienfuegos das Treffen der Petrocaribe-Gruppe, die er selbst ins Leben gerufen hat. Sechzehn Länder der Region sind Mitglied: Sie bekommen von Venezuela Erdöl zu Sonderbedingungen – verbilligt oder auch gegen Naturalien und Dienstleistungen. Gerade für das arme Kuba ist so eine Unterstützung hochwillkommen.

Chávez macht klar, dass er vor allem den Einfluss der USA begrenzen will. Früher sei das ganze Öl dorthin gegangen, sagt er; per Schiff hier durch die Karibik, aber nichts sei dafür zurückgeblieben.

Dank Petrocaribe kommt nun auch ein Land wie Kuba an Erdöl heran; bezahlen muss es nicht in knappen Dollar, sondern es schickt dafür zum Beispiel Ärzte und Lehrer nach Venezuela, die ihrerseits dort dringend gebraucht werden.

Chávez zeigt sich auch in einer Ölraffinerie in Cienfuegos als Wohltäter: Die Anlage blieb nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion unvollendet. Fast hundert Millionen Euro aus Venezuela haben das nun geändert. Pünktlich zu Chávez’ Besuch geht
die Raffinerie in Betrieb.

Venezuela kann sich die Wohltaten leisten: Das Land ist der siebtgrößte Erdölförderer der Welt, mit den größten Vorkommen außerhalb des Nahen Ostens. Dem Öl verdankt es inzwischen die Hälfte seiner Einnahmen.