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Mutmaßliche Islamisten in Belgien wieder frei

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Mutmaßliche Islamisten in Belgien wieder frei

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Nach wie vor sind in Belgiens Hauptstadt Brüssel die Sicherheitsvorkehrungen verschärft: Die Polizei bewacht besonders Einkaufszentren, Bahnhöfe und den Flughafen.

Anlass ist die vereitelte Befreiung eines Islamisten aus dem Gefängnis. Die vierzehn Verdächtigen, die diese Befreiung geplant haben sollen, sind wieder auf freiem Fuß; gegen sie liegt nicht genug vor, um sie länger in Haft zu behalten. Die Ermittlungen gingen jedoch weiter, betont die Staatsanwaltschaft.

Auch im Krisenzentrum der belgischen Regierung
heißt es, die Freilassung sei nun einmal in Übereinstimmung mit der Rechtslage geschehen. Der Leiter des Zentrums, Alain Lefèvre, sagt, das heiße aber nicht, dass es keinen Verdacht mehr gebe – der Fall sei damit nicht abgeschlossen.

Die Regierung hatte nach eigenen Angaben Hinweise auf einen möglichen Anschlag. Daher sahen sich die Ermittler gezwungen, schnell zu handeln und die Verdächtigen festzunehmen.

Beweise fanden sie allerdings in der Eile nicht, weder die vermuteten Waffen samt Sprengstoff noch Unterlagen für die mögliche Befreiung. Länger als 24 Stunden durften die mutmaßlichen Islamisten
daher nicht in Haft bleiben.

Die Sicherheitsvorkehrungen in Brüssel bleiben nun vorerst verschärft: Nach Angaben des Krisenzentrums wird das über die Feiertage der Fall sein und auch noch bis zum 2. Januar.