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Präsidentenwahl in Usbekistan

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Präsidentenwahl in Usbekistan

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Bei der Präsidentenwahl im mittelasiatischen Usbekistan sprechen die Behörden von einer hohen Beteiligung: Knapp achtzig Prozent bis zum Nachmittag. Sechzehn Millionen Usbeken können ihr Staatsoberhaupt wählen; dabei gilt als sicher, dass der autoritär herrschende Präsident Islam Karimow das auch bleiben wird.

Karimow verweist darauf, dass es zum ersten Mal auch Gegenkandidaten gebe; diese drei Bewerber gelten aber als linientreu und sind außerdem in der Bevölkerung weitgehend unbekannt.

Karimow herrscht seit achtzehn Jahren, als Usbekistan noch eine Sowjetrepublik war. Während dieser Zeit schränkte er die Bürgerrechte drastisch ein und sah zu, wie es mit der Wirtschaft in dem rohstoffreichen Land bergab ging.

Trotzdem hat er seine Anhänger, jedenfalls vor der Kamera: “Ich bin für Karimow,” sagt ein Mann in der Hauptstadt Taschkent. “Er baut Moscheen, die Fabriken laufen; darum habe ich ihn gewählt.” – “Ich habe ihn immer gemocht,” meint eine Frau; “und ich mag auch, wie er das Land führt.”

Die OSZE, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, hat nur rund zwanzig Beobachter geschickt. Für sie ist das hier keine demokratische Wahl, ebenso wenig wie die vorherigen Wahlen.