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Prozess gegen "L'Arche de Zoe": Eltern der anegblichen Waisen fordern Entschädigung

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Prozess gegen "L'Arche de Zoe": Eltern der anegblichen Waisen fordern Entschädigung

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Der Prozess gegen sechs Mitglieder der französischen Hilfsorganisation “L’Arche de Zoe” ist am Montag im Tschad fortgesetzt worden. Die Angeklagten sollen die Entführung von 103 Kindern geplant haben. Es gehe ihr schlecht, sagte eine Französin vor der Verhandlung, sie fühle sich wie auf dem Weg zur Schlachtbank. Bei einer Verurteilung drohen den seit Oktober inhaftierten Franzosen 20 Jahre Arbeitslager.

Die Eltern der betroffenen Kinder forderten eine Entschädigung für jedes einzelne Kind in Höhe von umgerechnet mehr als 300.000 Euro und berufen sich darauf, dass sie von der Hilfsorganisation getäuscht worden seien. Eine der Angeklagten erlitt einen Schwächeanfall und musste von Sanitätern aus dem Gerichtssaal gebracht werden. Die sechs Franzosen befinden sich seit Anfang Dezember im Hungerstreik.

Der Gründer der Hilfsorganisation sagte, man habe die Waisenkinder aus der sudanesischen Krisenregion Darfur vor dem Tod retten wollen. Tatsächlich aber sind die meisten Kinder laut dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF keine Vollwaisen und stammen nicht aus Darfur. Unklar ist auch, ob die französische Regierung informiert war. Aus Paris hieß es, man habe mehrmals versucht, die Hilfsorganisation von ihrem Vorhaben abzubringen.