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Weihnachten in Bethlehem

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Mehrere tausend Christen haben Weihnachten in Bethlehem gefeiert. Die Stadt im palästinensischen Westjordanland gilt der Überlieferung nach als Geburtsort von Jesus. Zur Mitternachtsmesse in der Geburtskirche kamen auch Gäste wie Palästinenserpräsident Machmud Abbas.

Erzbischof Michel Sabbah, selber Palästinenser, rief zur Versöhnung im Nahen Osten auf, kritisierte aber auch die Politik Israels. Eine neue Runde der Friedensgespräche war am gleichen Tag ohne Ergebnis geblieben, wegen Israels neuer Siedlungsbaupläne. Allerdings gab es ein seltenes Zugeständnis für Christen aus dem Gazastreifen, dem zweiten Palästinensergebiet: Sie durften durch Israel nach Bethlehem reisen.

Insgesamt werden über die Feiertage sechzigtausend ausländische Touristen erwartet, auch im benachbarten Jerusalem und in Nazareth. Viele Menschen verfolgten die Messe in Bethlehem auf einer Großleinwand; außerdem gab es hier das größte Weihnachtskonzert seit Jahren. Sänger und Chor kamen aus den USA, im Orchester spielten Palästinenser – auf dem Programm: Musik aus Händels Messias.