Eilmeldung

Eilmeldung

ETA-Sprengsatz im Baskenland explodiert

Sie lesen gerade:

ETA-Sprengsatz im Baskenland explodiert

Schriftgrösse Aa Aa

Im spanischen Baskenland ist erneut ein Sprengsatz explodiert. Niemand kam zu Schaden; ein Anrufer hatte die Explosion zuvor im Namen der Separatistengruppe ETA angekündigt. Ziel des Anschlags waren offenbar Räume der regierenden Sozialistischen Partei.

Mit dem Kampf gegen die ETA und den Terrorismus befasste sich auch Spaniens König in seiner Weihnachtsansprache. Juan Carlos sagte, das Land brauche möglichst schnell eine Kultur der Geschlossenheit, in der sich alle Demokraten verpflichtet fühlten, dem Terrorismus ein Ende zu machen.

Von dieser Geschlossenheit war im abgelaufenen Jahr wenig zu spüren: Die beiden großen Parteien, Sozialisten und konservative Volkspartei, sind uneins über das Verhältnis zur ETA, die mit Gewalt für einen eigenen Baskenstaat kämpft. Letzten Monat tötete sie in Frankreich zwei spanische Polizisten.

Bei Kundgebungen gegen die ETA verlangten die Teilnehmer daraufhin auch den Rücktritt des Regierungschefs, der lange Zeit auf Verhandlungen gesetzt hatte. Die Geschlossenheit, die der König so gerne hätte, ist auch nicht zu erwarten: In drei Monaten wird in Spanien gewählt.