Eilmeldung

Eilmeldung

Kein Weihnachtsfriede an der türkisch-irakischen Grenze: Neue Angriffe gegen PKK

Sie lesen gerade:

Kein Weihnachtsfriede an der türkisch-irakischen Grenze: Neue Angriffe gegen PKK

Schriftgrösse Aa Aa

Türkische Flugzeuge haben am Dienstag erneut Angriffe gegen vermutete Stellungen von PKK-Rebellen im Nordirak geflogen. Nach Angaben der Grenzpolizei in der kurdischen Autonomieprovinz wurde niemand verletzt. Es sei lediglich unbewohntes Gebiet getroffen worden, hieß es. Türkische Truppen patroullierten entlang der Grenze, um eventuell verborgene Minen aufzuspüren. Zuletzt hatte die türkische Luftwaffe am Wochenende Ziele im Nordirak bombardiert. Die Angriffe richten sich gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK, deren Mitglieder die unzugängliche Bergregion als Rückzugsgebiet nutzen.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan betonte, dass die Angriffe ausschließlich gegen PKK-Kämpfer gerichtet seien. Man werde die Militäroperationen fortsetzen, sagte Erdogan, trotz der Kritik aus dem Ausland – und auch aus dem Irak. Dessen Präsident Dschalal Talabani verurteilte die Luftangriffe erneut bei einem Treffen mit dem Präsidenten der Region Kurdistan, Masut Barzani und dem sunnitischen Vizepräsidenten, Tarik al-Haschimi. Alle drei unterzeichneten ein Memorandum, das laut Talabani ein Schritt zur Bildung einer irakischen Einheitsregierung sein soll.