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Prozess um Arche de Zoé: Mehrjährige Haftstrafen gefordert


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Prozess um Arche de Zoé: Mehrjährige Haftstrafen gefordert

Sieben bis elf Jahre Arbeitslager wegen Kindesentführung: diese Strafe hat die Staatsanwaltschaft im Tschad für sechs französische Mitarbeiter der Hilfsorganisation Arche de Zoé gefordert. Sie waren im Oktober festgenommen worden, als sie versuchten 103 Kinder aus dem zentralafrikanischen Land nach Frankreich zu fliegen. Für zwei lokale Mitarbeiter der Organisation forderte die Anklage einen Freispruch. Abkommen mit der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich erlauben es den Franzosen aber, im Falle einer Verurteilung die Strafe in ihrem Heimatland abzusitzen.

Sie hatten angegeben, dass sie Kriegswaisen aus dem angrenzenden Darfur retten wollten. Später stellte sich jedoch heraus, dass die meisten der Kinder weder Waisen waren, noch aus dem Darfur stammten. Als die Affäre aufflog, trugen viele von ihnen zudem falsche Verbände, mit denen sie Verletzungen simulieren sollten.

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