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Der italienische Regierungschef Romano Prodi plant eine Steuergesetz-Änderung zugunsten der Niedriglohn-Empfänger.

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Der italienische Regierungschef Romano Prodi plant eine Steuergesetz-Änderung zugunsten der Niedriglohn-Empfänger.

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Nachdem in der Vergangenheit die Ärmsten der Armen in die Gunst neuer Hilfen gekommen seien, wäre es nun an der Zeit die Personen in den unteren Gehaltsgruppen zu unterstützen. Mit einem durchschnittlichen Anstieg von 13,7 Prozent zwischen 2000 und 2005 haben die italienischen Arbeitnehmer nach Deutschland und Schweden die geringsten Zuwächse erhalten.

“Wir werden im nächsten Jahr einen Antrag für höhere Löhne von Arbeitern und Angestellten stellen und im gleichen Augenblick deren Steuerhablast erheblich senken.” Mit dem Anstieg von Netto-Einkommen soll auch die Kaufkraft in Italien gestärkt werden.

Wie auch in Deutschland zählen hier der Maschinen- und Automobilbau, sowie die Chemie- und, Pharmaindustrie zu den Wachstumsmotoren. Die Stärkung der Binnennachfrage ist auch in Deutschland ein Thema, wo der Höhepunkt des Brutto-Inlandsprodukts scheinbar erreicht ist. Finanzieren will Prodi seine Gesetzesvorschläge unter anderem mit höheren Abzügen auf Spekulationsgewinnen von derzeit 12,5 auf dann 20 Prozent.

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft wird einer Umfrage zufolge im nächsten Jahr weiter den Arbeitsmarkt beleben. Das ergab die jährliche Branchenverbandbefragung durch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Demnach rechnet 16 von 45 befragten Verbänden damit, dass ihre Unternehmen mehr Menschen einstellen werden, in 23 Branchen werde die Beschäftigtenzahl voraussichtlich konstant bleiben.