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Hohe Wahlbeteiligung in Kenia - Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet

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Hohe Wahlbeteiligung in Kenia - Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet

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Bei den Wahlen in Kenia zeichnete sich eine hohe Beteiligung ab. Vor Wahllokalen in der Hauptstadt Nairobi hatten sich bereits in der Dämmerung lange Schlangen gebildet. Die 14 Millionen Stimmberechtigte sind an diesem Donnerstag aufgerufen ein neues Parlament, neue Lokalvertreter, und vor allem einen neuen Präsidenten zu wählen. Sowohl Präsident Mwai Kibaki, als der Oppositionskandidat, Raila Odinga, haben im Laufe des Vormittags ihre Stimme abgegeben.

Obgleich Kenia im Vergleich zu seinen Nachbarn wirtschaftlich relativ gut dasteht, und nach Beobachtern relativ korrekte Wahlen organisiert, waren im Vorfeld der Abstimmung in dem ostafrikanischen Land mehr als 70 Menschen getötet worden. Präsident Mwai Kibaki rief die Kenianer zur Ruhe auf, zusätzliche Polizisten sicherten die Wahl, sagte er. Der 76-jährige bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Er stützt sich dabei vor allen Dingen auf die guten wirtschaftlichen Eckdaten – auch wenn die meisten Kenianer vom Wohlstand nicht viel merken. Zudem werfen ihm viele vor, zu wenig gegen die Korruption im Land getan zu haben.

Kibakis Herausforderer Raila Odinga liegt in Umfragen knapp vorne. In den 60-Jahren hatte er Magdeburg – in der damaligen DDR – Maschinenbau studiert – nun präsentiert er sich als Anwalt der Armen. Deutliche Unterschiede im politischen Programm beider Politiker gibt es jedoch nur wenige. Erste Ergebnisse werden nicht vor Freitagvormittag erwartet.