Eilmeldung

Eilmeldung

Kolumbien gibt Chavez grünes Licht für Aktion zur Befreiung der FARC-Geiseln

Sie lesen gerade:

Kolumbien gibt Chavez grünes Licht für Aktion zur Befreiung der FARC-Geiseln

Schriftgrösse Aa Aa

Die Freilassung dreier in Kolumbien festgehaltener Geiseln der FARC könnte unmittelbar bevorstehen. Die kolumbianische Regierung hat dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez grünes Licht gegeben. Dieser hatte in dem Konflikt mit den kolumbianischen FARC-Rebellen zu vermitteln versucht – später hatte Bogotà ihm jedoch das Mandat entzogen.

Angespannt verfolgen die Familien der Entführten die neuesten Entwicklungen: “Wir danken allen Ländern, die sich sich eingesetzt haben und vor allem auch der kolumbianischen Regierung, die kooperieren will”, sagte die Tochter des ehemaligen kolumbianischen Abgeordneten Consuelo Gonzales.

Auch der Bruder von Clara Rojas, Beraterin von Ingrid Bentancourt, Ivan Rojas, dankte Präsident Chavez und der kolumbianischen Vermittlerin Piedad Cordoba, die sich für die Geiseln und deren Familien eingesetzt hätten. Rojas war im Februar 2002 zusammen mit der damaligen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt verschleppt worden.

Sie brachte während ihrer Zeit in Geiselhaft einen Sohn, Emmanuel, zur Welt. Chavez erklärte, Vizeregierungschef Rodolfo Sanz wolle in der venezolanischen Botschaft in Bogotà mit einem Dokument eintreffen, sobald die Zustimmung der kolumbianischen Regierung vorliege. Das sei so mit den Rebellen der FARC abgestimmt.

Auch der Ehemann von Ingrid Betancourt zeigte sich hoffnungsvoll im Hinblick auf eine mögliche Freilassung seiner Frau. Von der 46-Jährigen war kürzlich erstmals seit Jahren ein Lebenszeichen aufgetaucht. Auf dem Video ist sie in einem Dschungelcamp zu sehen. Betancourt wirkt darauf nahezu apathisch. Die FARC verlangt die Freilassung von 500 Rebellen im Tausch gegen 45 Geiseln.