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Serbisches Parlament bekräftigt Anspruch auf Kosovo

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Serbisches Parlament bekräftigt Anspruch auf Kosovo

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Serbien hat seinen Anspruch auf die abtrünnige, von den Vereinten Nationen verwaltete Provinz Kosovo bekräftigt. Die mehrheitlich von Albanern bewohnte Provinz sei “integraler” Bestandteil Serbiens, über dessen Status allein der UN-Sicherheitsrat entscheiden könne, heißt es in einer Resolution des serbischen Parlaments. Staatschef Boris Tadic sprach sich gegen eine Isolierung Serbiens und gegen einen möglichen Krieg um das Kosovo aus.

Ministerpräsident Vojislav Kostunica bekräftigte, dass Belgrad eine Unabhängigkeit des Kosovo niemals anerkennen würde. Er setzte sich für eine Fortsetzung der Gespräche über die Zukunft der Provinz ein und forderte einen “Kompromiss”. Serbien will seine diplomatischen und sonstigen Beziehungen mit allen Staaten, die eine Unabhängigkeit des Kosovo anerkennen, überprüfen, heißt es in der Resolution.

Dies könnten in erster Linie die USA und die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten sein. Die Verhandlungen über die Zukunft des Kosovo waren zuletzt auch im Weltsicherheitsrat gescheitert. Die Region steht seit 1999 unter UN-Verwaltung und wird von einer NATO-Friedenstruppe kontrolliert.

Die EU hofft auf eine Unabhängigkeitserklärung erst nach den serbischen Präsidentenwahlen im Februar und fürchtet ein Erstarken der Nationalisten. Das Thema droht dennoch, den Wahlkampf zu dominieren. Umfragen zufolge wollen die meisten Serben beides: eine EU-Mitgliedschaft mit einem weitgehend autonomen aber serbischen Kosovo.