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Bhutto-Sohn wird neuer Parteichef

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Bhutto-Sohn wird neuer Parteichef

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Nach dem Mord an Benasir Bhutto wird ihr neunzehnjähriger Sohn Bilawal neuer Vorsitzender ihrer Pakistanischen Volkspartei. Das beschloss die Spitze der PPP. Um Bilawal Bhutto zu unterstützen, wird ein erfahrener Politiker zweiter Parteichef: sein Vater Asif Ali Zardari. In einem Testament
hatte Benasir Bhutto ihn als Wunschnachfolger genannt.

Trotzdem überlässt er ihrem gemeinsamen Sohn nun den Platz an der Parteispitze: Der junge Mann, der im englischen Oxford studiert, verspricht, dass die PPP ihren Kampf für die Demokratie verstärkt fortsetzen werde. Er wolle sich auch für die Einheit des pakistanischen Staates einsetzen. Schon seine
Mutter habe gesagt: Demokratie sei die beste Rache.

Benasir Bhutto war am Donnerstag bei einem Anschlag getötet worden. Wie genau sie ums Leben kam, ist aber zwischen Regierung und Bhuttos Partei umstritten. Die Regierung hat eine Obduktion
angeboten, die Bhuttos Witwer aber ablehnt. Stattdessen verlangt er jetzt eine Untersuchung durch die UNO.

Wie es in Pakistan nun weitergeht, ist offen: In gut einer Woche ist eine Parlamentswahl geplant. Möglicherweise wird sie verschoben; die Wahlkommission berät darüber am Montag. Die PPP kündigte an, sie werde trotz Bhuttos Ermordung wie geplant an der Wahl teilnehmen. Auch der zweite bekannte Oppositionspolitiker in Pakistan, Nawaz Scharif, zog daraufhin den Wahlboykott seiner Partei zurück.