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Umstrittene Wiederwahl des kenianischen Präsidenten Kibaki.

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Umstrittene Wiederwahl des kenianischen Präsidenten Kibaki.

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Begleitet von schweren Unruhen hat der kenianische Präsident Mwai Kibaki seinen Amtseid abgelegt. Die Wahlkommission in Nairobi hatte Kibaki kurz zuvor zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt. Mit nur geringem Vorsprung führte der 76jährige vor seinem Hauptherausforderer Raila Odinga von der orangefarbenen Demokratiebewegung. Odinga lag bei Zwischenergebnissen vor Kibaki. Im Laufe der Auszählung schrumpfte der Abstand, bis Odinga auf Platz zwei rutschte. Er will das offizielle Wahlergebnis nicht anerkennen: “Wir haben Beweise, dass die Zahlen der Wahlkommission falsch sind. Sie spiegeln nicht den Willen des kenianischen Volkes wieder.”

Auch EU-Wahlbeobachter haben Zweifel an dem Ergebnis, das schwere Ausschreitungen auslöste.
Im Westen des Landes, der Hochburg der Opposition, protestierten Zehntausende gegen die Wiederwahl Kibakis. Es kam zu Zusammenstößen mit dessen Anhängern. Dabei wurden zehn Menschen getötet.