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Malta und Zypern führen zu Neujahr Euro ein

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Malta und Zypern führen zu Neujahr Euro ein

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Auch dieser Jahreswechsel bringt wieder eine Erweiterung der Eurozone: Zugegeben keine große Erweiterung, aber immerhin führen mit Zypern und Malta zwei weitere Länder die Gemeinschaftswährung ein – fünfzehn der 27 EU-Staaten sind es dann insgesamt. Und: die beiden Neuen sind schließlich auch beliebte Urlaubsländer.

Malta tauscht nun seine Lira gegen den Euro ein, Zypern sein Pfund. Der zyprische Finanzminister Michalis Sarris gibt durchaus zu, dass man die alte Währung wohl vom Gefühl her vermissen werde: Aber wirtschaftlich und finanziell gesehen, fürs Geschäft also, sei das die richtige Entscheidung. Das wiege die Gefühlsbindung an das Pfund, das er einen treuen Diener nennt, bei weitem auf.

Aber bei diesen Vernunftgründen für die Einführung des Euro wollen ihm nicht alle seine Landsleute folgen. Viele haben Angst vor Preissteigerungen, und es gibt auch andere Gründe: Überall die gleichen Münzen, überall das gleiche Geld, bemängelt dieser Taxifahrer; als wenn man seine Flagge verlieren würde, seine Persönlichkeit, sein Bild von sich. Es sei dasselbe wie überall sonst in Europa.

Die beiden neuen Euroländer gehören zu den allerkleinsten in der EU und haben zusammen gut eine Million Einwohner; nicht viel im Verhältnis zu den weit über dreihundert Millionen, die schon im Euroraum leben. Aber die nächsten Länder stehen schon vor der Tür: Die Slowakei will den Euro in einem Jahr; auch zum Beispiel die baltischen Länder zeigen Interesse, haben aber im Moment wegen hohen Wirtschaftswachstums und hoher Inflation keine Chance.

Und in Dänemark soll nach der Ablehnung von 2000 die Bevölkerung bald noch einmal über den Euro abstimmen. Die hartnäckigsten Euro-Verweigerer sitzen nach wie vor in Großbritannien.