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Pakistanische Wahlkommission will Dienstag über Wahlaufschub entscheiden

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Pakistanische Wahlkommission will Dienstag über Wahlaufschub entscheiden

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Nach dem Mord an Oppositionsführerin Benazir Bhutto will die pakistanische Wahlkommission am Dienstag über einen Aufschub der Parlamentswahlen entscheiden.
Die Wahlen waren zunächst für den 8.Januar angesetzt worden. Die Regierung befürwortet einen Aufschub. Doch eine Sprecherin der Pakistanischen Volkspartei erklärte, dies würde nur dem Gegner nützen. Die Partei wird nun von Benazir Bhuttos Sohn, dem 19-jährigen Bilawal Bhutto Zardari geführt.

Politische Beobachter gehen davon aus, dass die Partei nach dem Mord an seiner Mutter mit zahlreichen Sympathiewählern rechnen könnte, sollten die Wahlen wie geplant oder mit nur geringer Verzögerung stattfinden. Nach dem Mord kam es landesweit zu Unruhen mit mehr als vierzig Toten.

Das Land sei schockiert, sagte ein Mann in Islamabad. Bei einem Wahlaufschub würden die Leute etwas zur Ruhe kommen. Alle Parteien sollten an der Wahl teilnehmen, sagte ein anderer; ein Wahlboykott würde nur den Parteien nützen, die sich zur Wahl stellten. Benazir Bhutto war am vergangenen Donnerstag im Wahlkampf von einem Selbstmordattentäter getötet worden.