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Schwere Unruhen in Kenia - Neuer alter Präsident Kibaki vereidigt

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Schwere Unruhen in Kenia - Neuer alter Präsident Kibaki vereidigt

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Nach den Präsidentschaftswahlen versinkt Kenia im Chaos. Die Wahlkommission hatte am Sonntag Amtsinhaber Mwai Kibaki zum Sieger erklärt. Daraufhin brachen vor allem in den Slums der Hauptstadt Nairobi sowie im Westen des Landes schwere Unruhen aus. Anhänger des Oppositionskanditaten Raila Odinga brannten Häuser und Geschäfte nieder, die sich im Besitz von Kikuyu befanden – dieser Volksgruppe gehört auch Kibaki an. Die Regierung verhängte eine Nachrichtensperre.

Zuvor war Kibaki für eine weitere Amtszeit vereidigt worden – nach einem denkbar knappen Sieg mit nur 200.000 Stimmen Vorsprung. Wahlbeobachter äußerten ernste Zweifel an dem Ergebnis. Die Leiter einiger Wahlbüros seien mit den Stimmzetteln verschwunden, hieß es, in manchen Bezirken sei die Wahlbeteiligung verdächtig hoch, mitunter liege sie sogar über 100 Prozent. Dazu komme die extrem schleppende Stimmauszählung. Die Unterstützer des neuen alten Präsidenten stört das wenig: Sie versammelten sich in Nairobi um den Sieg Kibakis zu feiern.