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Rückschlag für die Freilassung der Geiseln in Kolumbien

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Rückschlag für die Freilassung der Geiseln in Kolumbien

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In Kolumbien hat die Aktion zur Freilassung von drei Geiseln erneut einen Rückschlag erlitten. Die Hubschrauber, mit denen die Entführten aus dem Urwald geholt werden sollten, blieben auf dem Boden und die internationalen Beobachter setzten ihre Mission aus. Auch der amerikanische Filmemacher Oliver Stone, der die Aktion dokumentieren wollte, gab bis auf weiters auf. Der frühere argentinische Präsident Nestor Kirchner versicherte, die Beobachter würden ihre Aufgabe erneut wahrnehmen, sobald sichergestellt sei, dass die Geiseln freikämmen. Die Vermittler kommen aus insgesamt sieben Ländern. Die Freilassung war bereits zweimal verschoben worden, weil die Entführer der linksgerichteten Rebellenbewegung FARC die Koordinaten des Treffpunkts zur Übergabe der Geiseln nicht mitgeteilt hatten. Venezuelas Staatschef Hugo Chavez, der sich für die Freilassung eingesetzt hatte, beschuldigte seinen kolumbianischen Amtskollegen Alvaro Uribe ein Lügner zu sein. Uribe machte die Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens für das Scheitern verantwortlich. Diese hätten ihre ihre Versprechungen nicht gehalten, weil sich das Kind Emmanuel gar nicht in ihrer Gewalt befände. Die Rebellen wollen angeblich Clara Rojas, deren dreijährigen Sohn sowie die ehemalige Abgeordnete Consuelo Gonzalez freilassen. Rojas war Wahlkampfchefin der vor sechs Jahren ebenfalls verschleppten Präsidentschaftskandidatin ingrid Betancourt.