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Verschärftes Rauchverbot in Frankreich und Deutschland

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Verschärftes Rauchverbot in Frankreich und Deutschland

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“Rauchen verboten” heißt es ab heute in acht weiteren deutschen Bundesländern. Vor allem kleine Eckkneipen fürchten Einbußen, sie wollen vors Verfassungsgericht ziehen. Gästen drohen Bußgelder bis zu 100 Euro, Wirten bis zu 1000 Euro. Berlin bittet erst in einem halben Jahr zur Kasse. Auf den großen Silvesterbällen wurde um Mitternacht vielerorts weitergequalmt.

In Frankreich gilt sogar bis Mittwoch Toleranz, und viele Raucher machten davon Gebrauch: “Na klar, heute nutze ich das noch mal richtig aus”, so ein Mann, er werde den Tag in einem Pariser Café verbringen. Ab morgen komme er dann seltener, zum Morgenkaffee ohne Zigarette.

Französische Geschäften und öffentliche Räume sind schon seit fast einem Jahr rauchfrei. Jetzt kommen neben Bistros und Restaurants auch Diskotheken hinzu. Wenn sie ihren Kunden die Zigarette weiter gestatten möchten, müssen die Betreiber teure Raucherkabinen mit Dunstabzug aufstellen. Das finde sie gut, sagt eine Kellnerin, es sei besser, nicht im Qualm arbeiten zu müssen.

Die rund 30.000 konzessionierten Tabakhändler in Frankreich wollen sich gegen das Verbot wehren, und auch mancher Kunde geht auf Konfrontationskurs: Er wolle weiterrauchen, so ein Mann, wer nicht gesehen werde, werde nicht erwischt. Trotz allen Streits sei es Zeit für die Friedenspfeife, kommentiert die französische Liberation die verschärften Regeln. Die in vielen Nachbarländern geltenden Rauchverbote hätten niemandem geschadet.